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25.04.2017

Positionspapier des Zukunftsforums Public Health

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Durch Stärkung der Öffentlichen Gesundheit ( Public Health) zu verbesserter Bevölkerungsgesundheit und einer gerechteren Gesellschaft.

Öffentliche Gesundheit (Public Health) identifiziert gefährdende und fördernde Einflüsse auf die Bevölkerungsgesundheit und setzt dieses Wissen zu deren Schutz und Verbesserung ein. Einer der größten Risikofaktoren für unzureichende Gesundheit ist soziale Ungleichheit. Politiker haben eine besondere Verantwortung für die Schaffung einheitlicher Rahmenbedingungen und sozialer Chancengleichheit. Diese fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch die demokratische und wirtschaftliche Entwicklung. Durch die Förderung der Gesundheit wird die Teilhabe benachteiligter Menschen an der Gesellschaft gestärkt.

Als Expertinnen und Experten für Öffentliche Gesundheit (Public Health) leiten wir aus unseren Erkenntnissen folgende Forderungen an die politischen Parteien ab:

  1. Auch wenn jeder Mensch viel für die eigene Gesundheit tun kann, so sind doch wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen entscheidend für die Gesundheit der Bevölkerung. Politische Entscheidungsträger gestalten diese Rahmenbedingungen durch die Schaffung gesetzlicher Grundlagen, die Bereitstellung objektiver und verlässlicher Informationen und die Gestaltung von Infrastruktur wesentlich mit. Die Gesundheit der Bevölkerung ist ein wichtiges Ziel von Politik. Wissenschaftliche Evidenz und Transparenz müssen dabei die Grundlage des politischen Handelns sein.
  2. Die Gesundheit der Menschen, die Wirtschaft und die Umwelt sind untrennbar miteinander verbunden. Gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Ernährung und bewegungsfördernde Lebensräume sind ebenso wichtig für die Gesundheit in jedem Lebensalter wie Bildung, Arbeit und Wohlstand. Gesunde Menschen sind die Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft - und umgekehrt. Politik muss systematisch die Auswirkungen von Entscheidungen auf Gesundheit berücksichtigen (Health in all Policies).
  3. In Armut lebende Menschen haben ein höheres Risiko zu erkranken und vorzeitig zu sterben. Soziale Ungerechtigkeit beeinträchtigt die Gesundheit und führt zu Konflikten in der Gesellschaft. Die Beseitigung von Armut und Ungerechtigkeit ist außerordentlich wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die Gesundheit gesellschaftlich Benachteiligter muss verbessert und ihre Teilhabe an der Gesellschaft gefördert werden. Dies trägt dazu bei, gesellschaftliche Konflikte und Extremismus einzudämmen.
  4. Was für unsere Gesundheit wichtig ist, gilt auch für Globale Gesundheit. Wir lernen das Gleiche immer wieder: Soziale Ungerechtigkeiten, Zerstörung der Umwelt und strukturelle Gewalt führen zu (internationalen) Konflikten und Gesundheitsproblemen. Diese bleiben nicht auf einzelne Länder begrenzt. Die wissenschaftliche Evidenz für den Klimawandel ist eindeutig. Auswirkungen sind heute schon spürbar. Sie bedrohen bereits in diesem Jahrhundert Sicherheit, Wirtschaft und Gesundheit national und global. Deutschland muss international Verantwortung übernehmen, sich für Chancengleichheit einsetzen, Diskriminierung abbauen, funktionierende Gesundheitssysteme stärken und eine führende Rolle bei der Eindämmung des Klimawandels einnehmen.

Um das Ziel zu erreichen, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, zu verbessern und Ungleichheiten zu verringern, kann und muss die Politik auf das Potential von Public Health zugreifen. Gleichzeitig muss dieses Potential gestärkt und weiter entwickelt werden, in Strukturen, in Handlungsspielräumen, in Personalentwicklungen. Wenn Politik und Public Health Hand in Hand gehen, kann es gelingen.

Wir stehen bereit und haben unser Programm in einem „White Paper Public Health“ zusammengefasst.

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Kontakt

Geschäftsstelle Zukunftsforum Public Health
zukunftsforum@rki.de
www.zukunftsforum-public-health.de



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