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NURsing home and hospital food service – Implementation of Healthy and Sustainable Diets (NURISHD)

In diesem Projekt untersuchen wir den Status quo der Verpflegung in Einrichtungen des Gesundheitssystems und die Umsetzbarkeit einer Ernährungsumstellung auf eine ökologisch nachhaltige und gesundheitlich vorteilhafte Kost im Sinne der Planetary Health Diet.

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Über das Projekt

Projekttitel:

Umsetzbarkeit der Planetary Health Diet in Einrichtungen des Gesundheitswesens – ökologische, gesundheitliche und ökonomische Aspekte

Wie wir uns ernähren, hat erhebliche Auswirkungen auf die globale Umwelt und die menschliche Gesundheit. Nahrungsmittelproduktion und Landwirtschaft sind maßgeblich mitverantwortlich für die größten ökologischen Probleme unserer Zeit: die Klimakrise (Springmann et al. 2018), die Zerstörung natürlicher Lebensräume (Springmann et al. 2018) und den dramatischen Biodiversitätsverlust (Tilman et al. 2017). Der hohe Konsum von verarbeiteten und tierischen Lebensmitteln führt zudem zu gravierenden Gesundheitsproblemen wie Übergewicht und chronischen Erkrankungen. In Europa ist die Fehlernährung für ein Viertel der vorzeitigen Todesfälle verantwortlich (Watts et al. 2020). Eine umfassende Transformation des Ernährungssystems mit einem Wechsel zu gesunden und ökologisch nachhaltigen Ernährungsformen ist unabdingbar für die Begrenzung dieser Umwelt- und Gesundheitskrisen. Mit der Planetary Health Diet liegt ein Ernährungsansatz vor, der die Einhaltung planetarer Grenzen und eine Optimierung der individuellen Gesundheit vereint (Willett et al. 2019).

Die Gemeinschaftsverpflegung, einschließlich der Verpflegung in Gesundheits­einrichtungen, spielt eine wichtige Rolle für den ökologischen Fußabdruck des Ernährungssystems. Eine gesündere und ökologisch nachhaltigere Gestaltung der Kost in Krankenhäusern und Pflegeheimen nach den Prinzipien der Planetary Health Diet könnte Treibhausgasemissionen und andere negative Umweltauswirkungen reduzieren und gleichzeitig Gesundheit und Wohlbefinden der Patient*innen/Bewohner*innen fördern. Eine derartige Umstellung steht jedoch vor großen Herausforderungen hinsichtlich der besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe, eines hohen Kostendrucks, sowie potentiellen Widerständen bei Mitarbeiter*innen und Patient*innen.

Das NURISHD-Projekt hat zum Ziel, die Umsetzbarkeit einer nachhaltigen und gesunden Verpflegungsform in deutschen Gesundheitseinrichtungen zu untersuchen.

Zunächst wird der Status quo der Ernährung in ausgewählten Gesundheits­einrichtungen hinsichtlich Nährwert und ökologischem Fußabdruck analysiert. Unter Berücksichtigung der besonderen Nährstoffbedürfnisse der Patient*innen/Bewohner*innen und der wirtschaftlichen Zwänge der Gesundheitseinrichtungen wird überprüft, inwiefern sich die Standardverpflegung entsprechend den Vorgaben der Planetary Health Diet modifizieren lässt. Vorwissen und Einstellungen von Mitarbeiter*innen und Patient*innen/ Bewohner*innen werden erfasst und personelle und strukturelle Barrieren identifiziert. Abschließend sollen Umsetzbarkeit und Akzeptanz einer gesünderen und nachhaltigeren Kost in einer Praxisphase überprüft werden.

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