Neuroepidemiologie

Die Neuroepidemiologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Nervensystems, ihrer Häufigkeit und Verteilung.

In den Forschungsprojekten der Neuroepidemiologie des Instituts für Public Health geht es dabei vor allem um

  • Migräne und den Zusammenhang zwischen Migräne und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Migräne und den Zusammenhang zwischen Migräne und der Parkinson Erkrankung

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Neuroepidemiologie am Institut für Public Health

Migräne und Parkinson: Auswirkungen und Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung

Das Projekt konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Migräne und dem Risiko der Entwicklung der Parkinson-Krankheit.

Die Migräne gilt als eine stark beeinträchtigende neurologische Erkrankung im Erwachsenenalter. Die einjährige Prävalenz der Migräne beträgt 6% bei Männern und 18% bei Frauen. Die Migränepathophysiologie umfasst komplexe neuronale Kaskaden, die durch Umwelt- und genetische Faktoren ausgelöst werden können.
Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach der Alzheimer-Krankheit und betrifft weltweit etwa sieben Millionen Menschen. Die Kosten der Parkinson-Krankheit für die Gesellschaft sind hoch.

Da sowohl Migräne als auch Parkinson Störungen des Gehirns sind und einige ähnliche Mechanismen beinhalten, wurde spekuliert, dass Migräne ein Risikofaktor für Parkinson sein könnte. Auch fand erst kürzlich eine große bevölkerungsbezogene Studie einen Zusammenhang zwischen den beiden neurologischen Erkrankungen. Eine Bestätigung dieser Ergebnisse ist dringend erforderlich, da dies Auswirkungen auf Betreuung und Behandlung von Patienten mit Migräne haben kann.

Das Hauptziel der Studie ist es, den Zusammenhang und die Folgen von Migräne bei Parkinson anhand der Physicians Health Study und der Women's Health Study zu beurteilen.