Kausale Methoden in neurovasculärer Epidemiologie

Die Arbeitsgruppe Causal methOds in NeuroVascular Epidemiology (CONVERGE) am Institut für Public Health

  • beschäftigt sich mit einer Vielzahl an methodischen Herausforderungen und
  • betreibt epidemiologische Forschung zu Expositionen und Erkrankungen mit Relevanz für die Bevölkerungsgesundheit.

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Über CONVERGE

CONVERGE fördert die Entwicklung und den Einsatz modernster Methoden in der medizinisch-, klinischen  und bevölkerungsbezogenen Gesundheitsforschung. Unser Team engagiert sich in den Bereichen Lehre, Kollaboration, Beratung und gezieltem Mentoring, um diese Methoden innerhalb und außerhalb der Charité zu verbreiten.


Epidemiologische Anwendungsgebiete

Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt von CONVERGE ist die Untersuchung der zu Grunde liegenden Ursachen und Folgen von Erkrankungen wie Migräne und Schlaganfall. Die multikausale Natur, die Komplexität und die Unvorhersagbarkeit des Ausbruchs dieser Erkrankungen machen es besonders schwierig herauszufinden, welche Faktoren diese beeinflussen, zumal sich der Einfluss individueller Risiko- und protektive Faktoren im Verlauf des Lebens ändern. Weitere Erkrankungen, die in unseren Projekten häufig untersucht werden, sind neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz, Parkinson und Alzheimer.

Methoden

Zur Bewältigung der methodischen Herausforderungen dieser komplexen Forschungsfragen wendet unsere Forschungsgruppe moderne Methoden der Datenanalyse an, evaluiert gängige Methoden und entwickelt neue Techniken, mit dem Ziel verlässliche Antworten auf wichtige Fragen der klinischen Forschung und der Bevölkerungsgesundheit zu finden. Im Zeitalter von ‘Big Data’ schätzen wir Ansätze, die sich auf solide Forschungsfragen stützen, auf kritischem Denken und einem kausalen Verständnis basieren, um besser zu verstehen wie Erkrankungen zustande kommen. Wir sind uns ebenso der Wichtigkeit von qualitativ hochwertigen Vorhersagemodellen in Public Health Bereichen  bewusst und versuchen existierende Tools zu validieren und zu verbessern, welche in der Praxis verwendet werden um Präzisionsmedizin und gezielte Präventionsstrategien zu unterstützen.

Einige unserer Forschungsprojekte fallen unter den Bereich der Metaforschung, wobei wir vor allem daran interessiert sind die Auswirkungen methodischer Inkonsistenzen auf einzelne Studienergebnisse, deren Interpretation und deren Einfluss auf die Umsetzung in gesundheitspolitischen Richtlinien und Strategien zu quantifizieren.

Beratung und Kooperation

Mitglieder von CONVERGE beraten Wissenschaftler*innen und Kliniker*innen bei der Konzeption und Analyse ihrer Projekte im klinischen Bereich und auf Bevölkerungsebene. Wir sind weltweit vernetzt und kooperieren bei vielen Projekten mit nationalen und internationalen Partnern.

Moderne Konzepte in der Forschung mit der Lehre verbinden

Wir treiben die Modernisierung der Methodenvermittlung für Studierende in Health Data Science, Epidemiologie und Public Health voran, sowohl an der Charité als auch im Ausland. In Ergänzung zu unseren regelmäßigen Lehrtätigkeiten in den Masterstudiengängen der Berlin School of Public Health (BSPH) und im PhD-Programm Health Data Sciences, entwickeln wir derzeit Module, die auf die Bedürfnisse von Doktoranden in Forschungsprojekten (Dr.med./MD oder MD-PhD) zugeschnitten sind.

Die Wissenschaftler vom CONVERGE-Team haben die CONNECT-Plattform entwickelt, die Forscher*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem klinischen Umfeld direkt mit Methodenexpert*innen und qualifizierten Studierenden aus den Masterprogrammen verbindet, um konkrete, kooperative Projekte voranzubringen. Eine Erweiterung dieses Programms, CONNECT-global, hat einen ähnlichen Ansatz für globale gesundheitsorientierte Projekte.

Im Jahr 2016 wurde von CONVERGE Mitgliedern das Berlin Epidemiological Methods Colloquium (BEMC) mitbegründet, welches in Form von monatlichen Vorträgen und einem Journal Club einen Ort der Vernetzung von Berliner Wissenschaftler*innen bietet, mit dem Ziel der praktischen Kompetenzentwicklung in fortgeschrittenen Methoden.

Das CONVERGE-Team unterstützt die am IPH angebotenen Intensive Short Courses, in denen eine Vielzahl an fortgeschrittenen epidemiologischen Methoden gelehrt werden. Diese Kurse sind für interne und externe Teilnehmer offen.

PEERSPECTIVES ist ein weiteres von CONVERGE initiiertes Projekt, das darauf abzielt, Studierende höherer Semester darin auszubilden, den wissenschaftlichen Peer-Review-Prozess besser zu verstehen und sie damit zu besseren Autoren und zukünftigen Peer-Reviewern zu machen. Dieses Projekt befindet sich derzeit in der Pilotphase zusammen mit dem British Medical Journal und dem Health Data Sciences PhD-Program der Charité.

Team

Kernteam:

  • Tobias Kurth, MD, ScD, primary investigator
  • Annette Aigner, PhD
  • Magdalen Gallagher, MEd
  • Marco Piccininni, MSc (PhD candidate)
  • Jessica L Rohmann, MSc (PhD candidate)

Studentische Mitarbeiter*innen:

  • Helena Heese
  • Anja Collazo
  • Chris Vogel

Angeschlossene PhD- und Masterstudierende:

  • Sebastian Hinck
  • Sofia Goncalves
  • Max Appenroth
  • Julia Nübel (Brettschneider)
  • Julia Thom
  • Aekyung Lee
  • Daniel Schmidt
  • Robert Hoffmann

In Zukunft werden wir alle Stellenangebote bei CONVERGE hier veröffentlichen.

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