Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin (CVV) entwickelt und fördert gemeinsame deutsch-französische Aktivitäten in Forschung und Lehre im Bereich von Public und Global Health.

Das Zentrum ist in Berlin am Institut für Public Health der Charité - Universitätsmedizin Berlin und in Paris an der Université de Paris angesiedelt. Es wird in Berlin von Prof. Dr. Elke Schäffner und Prof. Dr. Dr. Tobias Kurth und in Paris von Dr. Anneliese Depoux und Dr. Raphael Porcher geleitet.

Sie befinden sich hier:

Ziele des CVV

In der Tradition seiner Namensgeber, der Ärzte Rudolf Virchow und Louis-René Villermé, die sich bereits im 19. Jahrhundert der Bedeutung der öffentlichen Gesundheit für die Gesellschaft bewusst waren, stellt sich das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin den Herausforderungen momentaner und zukünftiger globaler Gesundheitsfragen. Die Ziele des Zentrums sind :

  • Förderung der Mobilität von Dozierenden und Studierenden zwischen Frankreich und Deutschland
  • Förderung und Organisation des deutsch-französischen Dialogs im Bereich Public und Global Health
  • Beitrag zu Forschungsaktivitäten in verschiedenen Bereichen von Public Health
  • Einen Beitrag zur innovativen Ausbildung in Public Health

Gründung

Prof. Jacqueline Müller-Nordhorn, Charité und Prof. Jean-François Girard, Université Sorbonne Paris Cité bei der Unterzeichnung

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin wurde vom deutsch-französischen Ministerrat initiiert und am 15. April 2013 anlässlich des 50. Jahrestages des Elysée-Vertrags von der Université Sorbonne Paris Cité (USPC) und der Charité - Universitätsmedizin Berlin gemeinsam gegründet, um notwendige Fortschritte im Bereich Public Health durch die Bündelung von Kompetenzen zu erreichen. Die seit mehreren Jahren bestehende Kooperation zwischen der medizinischen Fakultät der Universität Paris Descartes und der CharitéUniversitätsmedizin Berlin bildeten hierfür die Grundlage.

Ein gemeinsames Kolloquium der französischen Akademie der Wissenschaften mit der Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrags im Januar 2013, war der Gründung vorausgegangen. Das Projekt wurde dort erstmalig öffentlich vorgestellt.

    Finanzierung

    Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Sanofi, Charité und Université Paris Descartes während des WHS 2013

    Die Grundfinanzierung des Centre Virchow-Villermé erfolgt durch die Charité - Universitätsmedizin Berlin und die Université de Paris / Université Paris Descartes.
    Das Unternehmen Sanofi hat zwei Professuren (eine in Paris, eine in Berlin) für einen Zeitraum von fünf Jahren gestiftet. Auf französischer Seite konnten noch Drittmittel aus der Exzellenzinitiative "Investissements d'avenir" eingeworben werden.

    Über die Namensgeber

    Rudolf Virchow
    Louis-René Villermé

    Rudolf Virchow (1821-1902) war ein deutscher Arzt und Begründer der modernen Pathologie.

    Er hat wesentliche Beiträge zur Forschung geleistet, unter anderem durch die Theorie der Zellularpathologie, seine Erkenntnisse zur Leukämie und seine wissenschaftlichen Arbeiten zu Mechanismen der Embolie und der Thrombose.
    Als praktischer Hygieniker benannte er die Faktoren für die Entstehung von Epidemien und setzte sich in Berlin für den Bau einer Kanalisation und zentralen Trinkwasserversorgung ein.
    Als Sozialpolitiker kämpfte Virchow für eine medizinische Grundversorgung der Bevölkerung. Die Einrichtung kommunaler Krankenhäuser in Berlin geht auf ihn zurück.

     

    Louis-René Villermé (1782-1863) war ein französischer Militärchirurg, staatlicher Seuchenarzt und Wissenschaftler.

    Er gilt als Wegbereiter der modernen Arbeits- und Sozialhygiene. Mit statistisch aufbereiteten, medizinisch-demographischen Untersuchungen belegte er die Zusammenhänge zwischen Körpermaßen auf der einen und biologischen sowie sozioökonomischen Faktoren auf der anderen Seite. Die Einführung eines Gesetzes zur Reglementierung von Kinderarbeit – das erste dieser Art – ist auf seinen Bericht an die Stadt Lyon im Jahr 1831 zurückzuführen.
    Seine wichtigsten Publikationen sind sein "Dictionnaire des sciences médicales" und "Mémoire sur les amputations partielles".

     

    Die Arbeitsgebiete des CVV und das Team